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Autor: Uwe Schweizer
Artikel vom 28.11.2018

Lärmschutzsanierung Schienenwege - Ihre Meinung ist gefragt

Lärmschutzsanierung Schienenwege - Ihre Meinung ist gefragt

Lärmschutzsanierung des Bundes an Schienenwege

Ihre Meinung ist gefragt

Die Bahnstrecke Neudenau – Osterburken wurde in das „Lärmsanierungsprogramm an Schienenwegen des Bundes“ aufgenommen. Seit 1999 wendet der Bund in diesem Programm erhebliche finanzielle Mittel zur Verbesserung des Lärmschutzes an stark befahrenen Bahnstrecken auf. Auch in Osterburken wird damit ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung des Wohnumfeldes geleistet. Mit der Umsetzung dieses Programms ist die DB Netz AG in Karlsruhe betraut worden.
Die Lärmsanierung ist eine freiwillige Leistung des Bundes, es besteht kein Rechtsanspruch auf die Durchführung. Im Rahmen dieses Programms werden aktive Lärmschutzmaßnahmen (wie Schallschutzwände) und passive Maßnahmen (wie Schallschutzfenster) gefördert.
Welche Maßnahmen in Osterburken und seinen Stadtteilen förderfähig sind, wurde in einer schalltechnischen Untersuchung ermittelt, deren Ergebnisse nunmehr vorliegen.

In einer Bürgerversammlung am 19.06.2018 wurden die Ergebnisse der Bevölkerung erläutert.

Seitens der DB AG wurden nun Vorschläge unterbreitet wie die Lärmsanierung durchgeführt werden kann. Eine erste Variante besteht darin eine 2m bzw. 3m hohe Lärmschutzwand zu errichten. Diese würde sich wie folgt aufbauen. Ab der Güterhallenstraße (Edeka) bis zum Sportplatzgelände beidseitig der Gleise mit 2 m Höhe. Im Bereich des bestehenden Netto-Marktes bis zum Ortsausgang Richtung Adelsheim würde eine 3 m hohe Lärmschutzwand nur auf der Seite Adelsheimer Straße an den Gleisen errichtet. Die Lärmschutzwände sind hoch absorbierend und könnten in städtebaulicher Hinsicht auch mit Glaselementen aufgelockert werden.

Eine Schallschutzwand wäre mit erheblichen Eingriffen in das städtische Erscheinungsbild verbunden. So sind in den bisherigen Diskussionen und Meinungsäußerungen große Bedenken geäußert worden, dass sich die ohnehin schon trennende Wirkung der Bahngleise durch eine Lärmschutzwand erheblich verschärft. So mancher kann sich nicht vorstellen, nicht mehr von der einen zu anderen Seite der Bahnlinie blicken zu können. Die Meinungen gingen sogar soweit, dass man von einer optischen Grenze sprechen müsse.

Würde man dieser Meinung folgen, dann käme als zweite Variante nur eine rein passive Lärmsanierung in Frage. Das hieße, dass die Eigentümer der betroffenen Häuser Ihre Fenster selbstständig gegen Schallschutzfenster austauschen müssten und hierfür eine Förderung in Höhe von 75 % der förderfähigen Kosten durch den Bund erhalten würden. Der Wermutstropfen bei dieser Lösung ist, dass nur diejenigen Hauseigentümer eine Förderung erhielten, deren Häuser vor dem             1. April 1974 errichtet wurden bzw. die später errichtet wurden, aber im Geltungsbereich eines zu diesem Zeitpunkt bereits rechtskräftigen Bebauungsplan liegen. Im Gegensatz dazu würden bei einer Lärmschutzwand auch alle anderen von der mindernden Wirkung profitieren.

Auf Grund der durch die erheblichen Eingriffe in das städtebauliche Erscheinungsbild sehr unterschiedlichen Sichtweisen ist dem Gemeinderat sehr an der Meinung der Bevölkerung gelegen. Leider waren bei der Informationsveranstaltung am 19.06. nur wenige Einwohner zugegen.

Wir bitten daher noch einmal um die Rückmeldung zu den beiden möglichen Varianten.

Einen Überblick über die verschiedenen Varianten erhalten Sie auf der Homepage der Stadt Osterburken. Sie finden die Pläne über die Startseite unter dem Menüpunkt „Neuigkeiten“ und dem Stichwort „Lärmsanierung an Schienenwegen“.

Wir rufen Sie daher auf, uns Ihre Meinung gerne per Mail an info(@)osterburken.de mitzuteilen. Sollten Sie weitergehende Fragen haben, können Sie sich auch an das Bauamt wenden (Telefon 06291 401-25 Herr Steinmacher).