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Die städtische Mediathek Osterburken: Von der Idee zur Umsetzung
Mit dem Aufbau einer städtischen Mediathek entsteht in Osterburken wieder ein zentraler Ort für Bücher, Medien und Begegnung. Viele Bürgerinnen und Bürger haben das Projekt bereits über einzelne Angebote wahrgenommen – etwa bei Lesungen oder im Büchercafé. Hinter diesen sichtbaren Bausteinen steht jedoch ein größerer Plan: eine moderne Mediathek als Nachfolgeangebot zur bisherigen öffentlichen Bibliothek.
Der Bedarf an einer wohnortnahen Bibliotheksversorgung ist in Osterburken seit der Schließung der bisherigen, durch den Landkreis betriebenen Bibliothek am Ganztagsgymnasium Osterburken deutlich geworden. Der Gemeinderat hat deshalb den Aufbau einer städtischen Mediathek auf den Weg gebracht. Ziel ist es, wieder ein dauerhaftes Angebot zu schaffen – für Kinder und Jugendliche, Familien, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren.
Ein wichtiger Schritt war zunächst die Grundsatzentscheidung des Gemeinderats zur Einrichtung einer städtischen Mediathek. Danach folgte die Standortfrage: Die Mediathek wird in den Räumen des ehemaligen Jugendtreffs unterhalb der Schule am Limes entstehen. Damit konnte ein passender Ort gefunden werden, der sowohl gut erreichbar ist, als auch genügend Fläche für eine zeitgemäße Nutzung bietet.
Parallel dazu wurde das Projekt organisatorisch breiter aufgestellt: Neben Verwaltung und Gemeinderat begleitet eine ehrenamtliche Mediathekgruppe das Vorhaben. Diese Struktur sorgt dafür, dass fachliche Planung, kommunale Entscheidungen und praktische Erfahrungen zusammenwirken.
Damit die Mediathek nicht „irgendeine Bücherei“ wird, sondern wirklich zu Osterburken passt, wurde früh an einem tragfähigen Konzept gearbeitet. Hierzu wurde in Kooperation mit Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart ein Raum- und Medienkonzept entwickelt und anschließend weiter konkretisiert.
Gleichzeitig wurden Rückmeldungen aus der Bürgerschaft einbezogen – unter anderem über eine Befragung am Brückenfest 2025. So fließen Wünsche und Erwartungen der Nutzerinnen und Nutzer in die Ausgestaltung mit ein.
Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht erst am Tag der Eröffnung. Bereits vorab wurde in Osterburken damit begonnen, Angebote rund um Bücher und Medien aufzubauen. Im Mehrgenerationen-Treff (MGT) gibt es seit einiger Zeit regelmäßige Formate wie Büchercafé, Lesungen und Themenabende. Dazu kommen Angebote für Kinder und Jugendliche – insbesondere im Rahmen von Festen und Ferienaktionen.
Ein wichtiger Zwischenschritt ist außerdem die provisorische Kinder- und Jugendbibliothek im MGT: Sie wurde aus Beständen der früheren GTO-Bibliothek eingerichtet und wird bereits genutzt. Diese Übergangslösung erfüllt dabei gleich mehrere Zwecke: Sie ermöglicht Ausleihe schon vor der Eröffnung, sammelt praktische Erfahrungen für den späteren Betrieb und hält das Thema „Lesen und Medien“ im Alltag präsent.
Mit Petra Berger wurde im Oktober eine neue Mitarbeiterin eingestellt, die derzeit gemeinsam mit dem Bauamt und Hauptamt die Planungen vorantreibt und künftig die Mediathek leitet.
Die Mediathek nimmt Gestalt an
Derzeit werden die Räume baulich für die neue Nutzung vorbereitet. Der Bauhof führt notwendige Arbeiten aus, damit anschließend der Innenausbau und die Einrichtung umgesetzt werden können.
In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat hierzu wesentliche Beschlüsse gefasst:
- Der Auftrag für die Inneneinrichtung der Mediathek wurde vergeben.
- Das Raum- und Medienkonzept wurde gebilligt.
- Ein Schwerpunkt liegt auf einer nachhaltigen Umsetzung – unter anderem durch die Wiederverwendung der Regale aus der ehemaligen GTO-Bibliothek, soweit dies in das neue Konzept passt.
Auf der neuen Mediathekfläche sollen künftig über 5.000 Medien Platz finden. Ergänzend entstehen moderne Lese-, Lern- und Arbeitsbereiche, die auch zum Verweilen einladen – als ruhiger Ort zum Lesen, für Hausaufgaben oder zum konzentrierten Arbeiten.
Ebenfalls beschlossen wurde das neue Logo der Mediathek, das künftig als zentrales Erkennungszeichen dienen wird. Der Entwurf greift bewusst den Bezug zur „Römerstadt Osterburken“ auf.
Nächste Schritte bis zur Eröffnung
Bis zur Eröffnung stehen vor allem praktische Umsetzungsarbeiten an. Dazu gehören:
- Abschluss der baulichen Vorbereitung und Innenausbau, elektrische Arbeiten
- Lieferung und Montage der Möblierung, Installation des Lichtkonzepts
- Aufbau und Einarbeitung des Medienbestands (Sortierung, Katalogisierung, Kennzeichnung)
- Festlegung der Abläufe für den späteren Betrieb (z.B. Ausleihe, Öffnungszeiten, Benutzungsordnung)
- Vorbereitung der Eröffnung und Information der Öffentlichkeit
Ziel ist es, die Mediathek im Sommer 2026 zu eröffnen.
Kontakt
Fragen, Hinweise und Anregungen können per E-Mail an die Mediathek gerichtet werden: mediathek(@)osterburken.de


